Zur Bedeutung der Sprint-Disziplinen in den Ausdauersportarten
Einer guten Tradition folgend führt der Fachbereich Ausdauer des IAT regelmäßig Trainergespräche durch, um den sportartübergreifenden Austausch anzuregen. In diesem Jahr stand das Thema „Entwicklung der Wettkampfleistung Sprint/Kurze Strecken“ auf der Agenda. Aufgrund der hohen aktuellen Relevanz des Themas wurde der Teilnehmerkreis erstmals erweitert, so dass am 19. Januar am IAT rund 35 Trainer, OSP-Mitarbeiter und Wissenschaftler des IAT zum Wissens- und Erfahrungsaustausch zusammen kamen.
„Im Mittelpunkt des Interesses standen hier die Entwicklung der Trainingssysteme in den einzelnen Sportarten und konkrete Erfahrungen, die es wert sind, weitergegeben zu werden“, erklärte Dr. Jürgen Wick, stellv. Direktor des IAT und Leiter des Fachbereichs Ausdauer, das Ziel der Veranstaltung.
Während der halbtägigen Veranstaltung diskutierten die Teilnehmer, darunter die DKV-Cheftrainer Reiner Kießler (Kanurennsport) und Michael Trummer (Kanuslalom), Triathlon-Bundestrainer Roland Knoll, der Diagnosetrainer des Deutschen Schwimm-Verbands, Marcus Buck, und der Bahnradsport-Bundestrainer Junioren Sprint, Jörg Winkler, Erfahrungen aus der Trainingspraxis und Ergebnisse wissenschaftlicher Studien sowie von Wettkampf- und Trainingsanalysen. „Aus den Beiträgen der IAT-Wissenschaftler und der universitären sportwissenschaftlichen Institute sowie der anschließenden engagierten Diskussion wurde deutlich, dass die Gesamtheit aller trainingsmethodischen Maßnahmen noch klarer auf die spezifischen Anforderungen der Sprintdisziplinen - beispielsweise hohe Angangs- bzw. Anfahrleistungen basierend auf spezifischen Kraftvoraussetzungen und motorischer Fähigkeiten - ausgerichtet werden müssen“, resümierte Dr. Wick die Veranstaltung.
Die gewachsene Bedeutung des „Sprints“, der mit Aufnahme in die Wettkampfprogramme sowohl Wettkampf- und Trainingssysteme, aber auch die Anforderungsstrukturen an die Athleten verändert hat, spiegelt sich auch in der internationalen Literatur wider. Knapp 100 ausgewählte Nachweise zu Publikationen umfasst die Auswahlbibliografie „Sprint-Disziplinen in den Ausdauersportarten“, die der Fachbereich Information Kommunikation Sport für die Veranstaltung zusammengestellt hatte, und die die Teilnehmer neben den Erkenntnissen aus den persönlichen Gesprächen aus der Kleinkonferenz mitnehmen konnten.



