Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Aktuelles Forschungsbasis für den Leistungssport erweitert

Forschungsbasis für den Leistungssport erweitert

14.10.2013 - Neuer Funktionsergänzungsbau des IAT eingeweiht.
Forschungsbasis für den Leistungssport erweitert

Sächsische Spitzensportler durchschneiden gemeinsam mit dem sächsischen Innenminister Markus Ulbig (Mi.) und dem parlamentarischen Staatssekretär Dr. Christoph Bergner (2.v.l.) das obligatorische Band zum neuen Ergometriezentrum.

Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) freut sich über Zuwachs – diesmal in baulicher Hinsicht. Nach nur anderthalbjähriger Bauzeit wurde am 14. Oktober 2013 im Beisein des Parlamentarischen Staatssekretärs im Bundesministerium des Innern (BMI), Dr. Christoph Bergner, und des sächsischen Staatsministers des Innern (SMI), Markus Ulbig, der neue Funktionsergänzungsbau eingeweiht. Die Baukosten in Höhe von 3,94 Millionen Euro wurden zu 70 Prozent vom BMI getragen, die Restsumme steuert das SMI bei.

Hinter dem etwas sperrig klingenden Namen „Funktionsergänzungsbau“ verbirgt sich die dringend notwendige Erweiterung der Institutsinfrastruktur. „Seit 2008 haben wir mit Radsport, Rudern, Handball und Badminton insgesamt vier neue sportartspezifische Fachgruppen sowie den Fachbereich Nachwuchsleistungssport neu aufgebaut“, erläuterte IAT-Direktor Prof. Dr. Arndt Pfützner. „Für die trainingswissenschaftliche Unterstützung und die dazu benötigten technologischen, medizinischen und fachinformatorischen Serviceleistungen reichte der Platz in den bestehenden Räumlichkeiten einfach nicht mehr aus.“

Der neue Funktionsergänzungsbau bietet insgesamt mehr als 1300 m2 zusätzliche Fläche. Allein das Ergometriezentrum ist nun fast doppelt so groß wie zuvor. Außer-dem fanden im Neubau das neue Rechenzentrum, die wissenschaftliche Fachbibliothek, das Forschungsarchiv sowie das Konferenz- und Schulungszentrum Platz.

FEB 2
Weltmeister Stefan Holtz bei der Demonstration des Messplatzes Kanuergometer

Kernstück des Funktionsergänzungsbaus ist das erweiterte Ergometriezentrum im Erdgeschoss. Hier fanden Ruder-, Kanu- und Radergometer sowie das neue Schießlabor Platz. Zur Einweihung demonstrierten Spitzensportler wie Ruder-Olympiasieger Tim Grohmann, Ruder-Weltmeisterin Annekatrin Thiele, die Kanu-Weltmeister Stefan Holtz und Jan Benzien sowie Paratriathlon-Weltmeister Martin Schulz die sportartspezifischen Messplätze der Untersuchungsbasis. „Für unsere Forschung brauchen wir reproduzierbare Untersuchungsbedingungen, die möglichst nah an der Wettkampfsituation sind“, erklärte Dr. Jürgen Wick, der den Fachbereich Ausdauer am IAT leitet. „Mit dem erweiterten Ergometriezentrum verfügen wir nun über optimale Möglichkeiten, unsere Spitzenathleten auf dem Weg nach Rio 2016 zu unterstützen und darüber hinaus hoffnungsvolle Nachwuchstalente mit aufzubauen“, so Wick weiter.

FEB 3
Kanu-Weltmeister Stefan Holtz, Ruder-Weltmeisterin Annekatrin Thiele, Paratriathlon-Weltmeister Martin Schulz, Kanuslalom-Europameister Jan Benzien, Biathlon-Nachwuchshoffnung Magdalena Liebscher und Ruder-Olympiasieger Tim Grohmann mit IAT-Direktor Prof. Arndt Pfützner

Dass Ergebnisse der Forschung auch unmittelbar in die Spitzensportpraxis gelangen und dort Anwendung finden, ist elementarer Bestandteil des Trainer-Berater-Systems, dem Markenzeichen des IAT. „Mit dem neuen Konferenz- und Schulungszentrum, der wissenschaftlichen Fachbibliothek sowie den Rückzugsräumen im und um das Ergometriezentrum herum haben wir Gegebenheiten geschaffen, die den kontinuierlichen Dialog zwischen Trainer und Wissenschaftler weiter verbessern helfen“, so IAT-Direktor Pfützner. Die multifunktionale Raumaufteilung im Konferenzzentrum ermöglicht es, parallele Workshops, Arbeitsberatungen und Trainerweiterbildungen sowie größere Veranstaltungen mit bis zu 120 Teilnehmern durchzuführen.

Artikelaktionen