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"Gemeinsam an die Skispitze" geht weiter

25.01.2017 - Erfolgreiches Modellprojekt für den sächsischen Skisport wird für weitere zwei Jahre fortgesetzt

Leipzig, 25. Januar 2017. Sachsens Skisport wird weiterhin von dem deutschlandweit einzigartigen Modellprojekt „Gemeinsam an die Skispitze“ profitieren. Für weitere zwei Jahre kooperieren der Deutsche Skiverband, das Sächsische Staatsministerium des Innern (SMI) und das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT), um die Talententwicklung in den Sportarten Biathlon, Nordische Kombination, Skilanglauf und Skisprung nachhaltig zu verbessern und somit langfristig Erfolge sächsischer Sportler zu sichern. Weitere Partner sind der Skiverband Sachsen, der Landessportbund Sachsen sowie der Olympiastützpunkt Chemnitz/Dresden.

Wichtige Voraussetzung für die Fortsetzung des Modellprojekts ist die weitere finanzielle Unterstützung durch den Freistaat Sachsen. „Ich habe als Sportminister nicht lange gezögert, um der Fortsetzung und Weiterentwicklung des Projektes „Gemeinsam an die Skispitze“ zuzustimmen. Das Projekt passt hervorragend in unsere Gesamtstrategie zur Stärkung Sachsens als bedeutenden Standort im Bereich ‚Ski Nordisch und Biathlon‘,“ betont der sächsische Staatsminister Markus Ulbig. Diese umfasst neben dem Modellprojekt umfangreiche Investitionen in Oberwiesenthal, Altenberg und Klingenthal sowie die Förderung von großen internationalen Sportveranstaltungen an diesen Standorten. „Die insgesamt 250.000 Euro in den kommenden beiden Jahren sind sehr gut investiertes Geld. Wir nehmen weiter den Nachwuchs in den Fokus und investieren in unsere Zukunft,“ so der Sportminister.

Ziel des Projekts, das im Mai 2014 gestartet und zunächst für 2 ½ Jahre angelegt wurde, ist die langfristige Entwicklung von Leistungsvoraussetzungen, die für spätere Spitzenerfolge von hoher Bedeutung sind. Im Fokus stehen dabei die vier Sportarten Biathlon, Nordische Kombination, Skilanglauf und Skisprung, die drei sächsischen Wintersportstandorte Altenberg, Klingenthal und Oberwiesenthal sowie deren Zusammenarbeit und Austausch im Sinne des Adaptierens bestehender Best-Practice-Lösungen. Hierfür hat sich eine konsistente Zusammenarbeit der Trainer vom Nachwuchs (Sächsischer Skiverband) bis zu Spitze (Deutscher Skiverband) etabliert.

Skispitze 5.12.2016
Vorläufige Projektbilanz am 5.12.2016 in Dresden mit Staatsminister Markus Ulbig (links) und DSV-Präsident Franz Steinle

„Zur vorläufigen Abschlussveranstaltung im Dezember 2016 hatten alle Projektpartner eine positive Bilanz gezogen und zugleich die Notwendigkeit der Weiterführung deutlich gemacht,“ erklärt Dr. Antje Hoffmann, Leiterin des Fachbereichs Nachwuchsleistungssport am IAT. Konkret entstanden sind unter anderem ein Instrument zur Technikbewertung im Skispringen und der Nordischen Kombination, um den individuellen Leistungsstand objektiver und für den Nachwuchsathleten nachvollziehbarer zu gestalten, eine webbasierte Datenbank mit allen persönlichen Leistungs-, Trainings- und Wettkampfdaten zur Arbeitserleichterung für die Trainer sowie eine Elternbroschüre, die Informationen für Nachwuchstalente auf dem Weg an die (inter-)nationale Spitze gibt. Darüber hinaus wurden Teilprojekte u.a. zur Verbesserung der Laufleistung und Trainingsqualität im Biathlon initiiert.

Skispitze 25.1.2017
Besprechung der Projektpartner „Gemeinsam an die Skispitze“ am 25.1.2017 am IAT zu den geplanten Inhalten im neuen Projektzeitraum - Von links: DSV-Sportdirektorin Karin Orgeldinger, Andreas Schumann, Referatsleiter Sportpolitik, Sportförderung im Sächsischen Staatsministerium des Innern, Antje Hoffmann, stellv. Direktorin und Fachbereichsleiterin Nachwuchsleistungssport des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft, LSB-Generalsekretär Christian Dahms, Derrick Schönfelder, Generalsekretär des Skiverbands Sachsen, und Thomas Weise, Leiter des Olympiastützpunkts Chemnitz/Dresden

„Mit der Fortführung von „Gemeinsam an die Skispitze“ können die Projektinhalte und -ergebnisse sowie entstandene Arbeitsstrukturen im Skiverband Sachsen und somit auch im Deutschen Skiverband weitergeführt und nachhaltig wirksam werden,“ erläutert Karin Orgeldinger, Sportdirektorin im Deutschen Skiverband. Dazu sollen in den kommenden zwei Jahren die genannten Schwerpunkte weiterbearbeitet werden. „Darüber hinaus wollen wir im neuen Projektzeitraum wichtige Aufgaben angehen, die in der ersten Phase noch nicht berücksichtigt werden konnten,“ ergänzt Antje Hoffmann. Diese umfassen z. B. die Qualitätserhöhung Lauftechnik, die Weiterentwicklung des Technikleitfadens Skispringen oder die Entwicklung altersgerechter Wettkampfsysteme. Schließlich ist es die Zielsetzung, dass alle erfolgreich in Sachsen implementierten Projektbausteine in andere Landesskiverbände und in den Deutschen Skiverband transferiert werden. Für die Praxiswirksamkeit des Projekts und der Bereitschaft aller Beteiligten spricht auch, dass die Projektpartner vom SMI, dem Deutschen und Sächsischen Skiverband, dem LSB Sachsen, dem OSP und dem IAT bereits wenige Tage nach der Finanzierungszusage durch das SMI am 25. Januar am IAT in Leipzig zusammenkommen, um das Vorgehen im neuen Projektzeitraum zu manifestieren.

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