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IAT und ccc verleihen Technologiepreis an Studenten

14.04.2016 - Sportwissenschaftler überzeugte Jury mit einem Messsystem für das Krafttraining mit der Langhantel.
IAT und ccc verleihen Technologiepreis an Studenten

ccc-Geschäftsführer Jens Heinrich (re.) überreicht Scheck an Technologiepreis-Gewinner Marcel Blaumann

Marcel Blaumann, Student an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, hat während der Frühjahrsschule „Technologien im Leistungssport“ des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig am 14. April den mit 2000 Euro dotierten ccc-Technologiepreis gewonnen. Der 29-Jährige entwickelte für das Krafttraining mit der Langhantel ein Messsystem, das in Echtzeit unter anderem Aussagen über die Geschwindigkeit und Qualität der Bewegung liefert. Somit kann es zum kontrollierten Krafttraining im Hochleistungs-, aber auch im Hobbysport eingesetzt werden. Die Qualität beim Krafttraining kann gesteigert werden, eine hohe sportliche Leistungsfähigkeit bei gleichzeitig weniger Verletzungen ist möglich.

Die Idee für diese Aufgabenstellung hatte der Masterstudent bereits zu Studienbeginn vor etwa zwei Jahren, da er selbst Krafttraining betreibt und dieses optimieren wollte. Ein Teil seiner wissenschaftlichen Arbeit war dann Inhalt seiner Masterarbeit, die er vorige Woche abgab. Während einer einjährigen Testphase, auch im Profisportbereich, hat sich das System bereits bewährt. Klare Vorstellungen für den Einsatz des Preisgeldes hat Blaumann auch schon: „Meine Firmenanmeldung läuft schon, für die Gründung kann ich dieses Geld gut einsetzen.“ Sein klares Ziel ist es, dass dieses Gerät im Hochleistungssport breiten Einsatz findet.

Geschäftsführer Jens Heinrich der ccc software gmbh, die den Preis gesponsert hat, sagte, dass die Jury vor allem von der sehr geringen Größe des Gerätes und dem praktischen Einsatz überzeugt war. „Der Vortrag war super präsentiert, von der Idee bis zur Lösung“, sagte Heinrich. Die Leiterin der Frühjahrsschule des IAT, Ina Fichtner, betonte die hohe Bedeutung von Sensorik und Miniaturisierung in der Technologieentwicklung für den Leistungssport. Und genau diesem Punkt ist Baumanns Arbeit gerecht geworden.

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Aus den eingereichten wissenschaftlichen Arbeiten wurden vier von einer Jury ausgewählt, die während der Frühjahrsschule präsentiert wurden. Die Jury bestand aus Vertretern der ccc, des IAT, des FES, der OSP, universitären Sportwissenschaft sowie der Spitzenverbände.

Will der deutsche Spitzensport auch in Zukunft international konkurrenzfähig sein, bedarf es auch kluger Ideen in der Technologieentwicklung für die Spitzensportpraxis. Deshalb veranstaltet das IAT seit 18 Jahren die Frühjahrsschule „Technologien im Leistungssport“ und schrieb in Kooperation mit der ccc software gmbh (ccc) zum zweiten Mal einen Preis für den Themenbereich „Wissens- und Technologietransfer in den Leistungssport“ aus. Die Zielstellung des ccc-Technologiepreises ist es, zukunftsweisende und anwendungsorientierte Ansätze zu innovativen Technologien und deren Potenziale, Grenzen und Nutzungsszenarien im olympischen Spitzen- und Nachwuchsleistungssport zu identifizieren. Dabei geht es sowohl um grundlegende, sportartenunabhängige Technologien als auch sportartspezifische, konkrete Entwicklungen, welche letztlich eine Realisierung und Anwendung in der Praxis finden.

An der Ausschreibung konnten sich Mitarbeiter der Olympiastützpunkte und Verbände, universitärer und außeruniversitärer Forschungseinrichtungen beteiligen. Und auch Bewerbungen der Mitarbeiter von Firmen mit Sitz in Deutschland, die in Verbundprojekten mit Sportorganisationen oder Forschungsinstituten arbeiten, waren zugelassen.

Zur 18. Frühjahrsschule einschließlich aller Beiträge der Preisträgersession wird zum Jahresende ein Band der IAT-eigenen Schriftenreihe Angewandte Trainingswissenschaft (Meyer & Meyer Verlag Aachen) veröffentlicht.

Uta Büttner

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