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London 2012 im Blick

15.05.09 - DHB und IAT schließen neue Kooperation
London 2012 im Blick

DHB-Sportdirektor Rainer Nittel (rechts) und PD Dr. Dirk Büsch, Leiter des Fachbereichs Technik-Taktik am IAT, besiegelten in Leipzig die Fortführung der Kooperation zwischen Deutschem Hockey-Bund und IAT.

Der Deutsche Hockey-Bund (DHB) baut in der Vorbereitung seiner Nationalmannschaften auf die Olympischen Spiele 2012 in London auf die weitere Unterstützung des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig. Eine entsprechende Kooperationsvereinbarung für den neuen Olympiazyklus 2009-2012 unterzeichneten DHB-Sportdirektor Rainer Nittel und IAT-Fachbereichsleiter Dr. Dirk Büsch am Freitag in Leipzig.

„Wir wollen in London zwei Medaillen gewinnen, davon möglichst eine goldene“, betonte Rainer Nittel. „Für dieses ambitionierte Ziel bauen wir auch auf die Unterstützung des IAT, das mit seinem trainingswissenschaftlichen Know-how weltweit führend ist. Die Kooperation von DHB und IAT zielt auf die Leistungsentwicklung und das Training der Athleten des Spitzen- und Nachwuchskaders im Olympiazyklus 2009-2012 ab. Schließlich sei die effektive und effiziente wissenschaftliche Unterstützung von großer Bedeutung für die Generierung von Wettbewerbsvorteilen im internationalen Wettbewerb.“, so der Sportdirektor.

Für die optimale Begleitung haben DHB und IAT zunächst die organisatorischen Voraussetzungen geschaffen. „Um der Spezialisierung der Sportart Rechnung zu tragen, haben wir vor eineinhalb Jahren eine eigenständige Fachgruppe Hockey am IAT unter Leitung des Trainingswissenschaftlers Dr. Francisco Vizcaya eingerichtet“, erklärte Dr. Dirk Büsch, Leiter des Fachbereichs Technik-Taktik am IAT. Zuvor gab es am IAT nur eine Forschungsgruppe für Sportspiele, in der Volleyball und Hockey gemeinsam begleitet wurden. Aufseiten des Deutschen Hockey-Bunds wird der langjährige Bundestrainer Ulrich Forstner als neuer Bundestrainer Wissenschaft die Kooperation ab 1. Juli koordinieren.

Dr. Francisco Vizcaya, Leiter der Fachgruppe Hockey am IAT, analysiert die Laufwege der Spielerinnen mit Hilfe eines Tracking-Systems der Firma Inmotio.
Im Rahmen der Kooperation analysiert Dr. Francisco Vizcaya, Leiter der Fachgruppe Hockey am IAT, u. a. die Laufwege der Spielerinnen mit Hilfe eines Tracking-Systems der Firma Inmotio.

„Inhaltlich werden wir uns auf die wissenschaftlich gestützte Leistungs- und Trainingssteuerung bei Lehrgängen und Wettkämpfen sowie eine retrospektive Analyse der wichtigsten Wettkämpfe konzentrieren“, erläuterte der Fachbereichsleiter den Schwerpunkt der Kooperation. Dafür soll das bestehende sportartspezifische Wettkampfanalysesystem weiterentwickelt und zu einem neuen komplexen Datenbanksystem ausgebaut werden. Des Weiteren wird sich die IAT-Fachgruppe Hockey im Rahmen der Kooperation mit der Entwicklung eines Leistungsstrukturmodells im Hockey und der Analyse des aktuellen Hockeyanforderungsprofils befassen. Zentrales Element der wissenschaftlichen Begleitung ist der Transfer der Erkenntnisse zur Praxis, der im Sinne eines Trainer-Beratersystems durch Berichte und Veröffentlichungen sowie in Gesprächen und Beratungen mit den Bundestrainern bei Klausuren und Seminaren gewährleistet wird. „Schließlich sollen unsere Forschungsergebnisse schnell und verständlich bei der Praxis ankommen“, so Büsch.

Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft mit Sitz in Leipzig ist die zentrale Forschungseinrichtung des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports. Mit trainingswissenschaftlicher Expertise und innovativen Entwicklungen unterstützt das IAT rund 1.000 Spitzensportler mit ihren Trainern aus 14 Sommersportarten und sechs Wintersportarten. Basis dieser Zusammenarbeit sind längerfristige Kooperationsvereinbarungen für eine prozessbegleitende Trainings- und Wettkampfforschung, die in diesen Wochen mit 15 Spitzenverbänden für den Olympiazyklus 2009-2012 neu abgeschlossen werden. Darüber hinaus werden neue Kooperationen mit weiteren Spitzenverbänden, die seit diesem Jahr mit dem IAT zusammenarbeiten, auf den Weg gebracht.

 

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