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Mit Kameras und Messplattformen der Leistungsreserve Wurftechnik auf der Spur

23.07.2013 - Neue Messplätze für Diskus- und Speerwurf des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft im Bundesleistungszentrum Kienbaum eingeweiht
Mit Kameras und Messplattformen der Leistungsreserve  Wurftechnik auf der Spur

Olympiasieger Robert Harting testet den neuen Messplatz in Kienbaum

Im Rahmen des Sommerfestes im Bundesleistungszentrum Kienbaum hat das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) gemeinsam mit dem Deutschen Leichtathletik-Verband die neuen Messplätze für Diskus- und Speerwurf eingeweiht. „Mit den Messplätzen hier am zentralen Leistungszentrum des DLV haben unsere Werferinnen und Werfer für die langfristige Vorbereitung auf die Olympischen Spiele Rio 2016 nun optimale Bedingungen für Diagnose und Techniktraining“, betont DLV-Sportdirektor Thomas Kurschilgen.

Mit Hilfe von Videokameras und mehreren Messplattformen im Speerwurfanlauf bzw. im Diskusring können Bewegungsabläufe und Kraftverläufe detailliert untersucht werden. „So können unsere Trainingswissenschaftler Leistungsreserven in der Wurftechnik aufdecken und gemeinsam mit Athlet und Trainer an  Verbesserungen arbeiten“, erläutert PD Dr. Ilka Seidel, Leiterin des Fachbereichs Kraft-Technik am IAT. Alle Dynamometrie- und Videometrie-Daten würden in einer Datenbank gespeichert, so dass eine Sofort-Auswertung des jeweiligen Versuchs sowie der direkte Vergleich mit anderen Versuchen möglich seien, so Seidel.

Die Installation des Mess- und Informationssystems (MIS) in Kienbaum, das konzeptionell an die bereits bestehenden Wurf-Messplätze in Leipzig angelehnt ist, erfolgte im Zuge der Errichtung des neuen Werferhauses im Bundesleistungszentrum. Das neue MIS ist High-Tech pur: mit insgesamt zehn Messplattformen der Firma Kistler, zwei hochwertigen Kameras sowie den am IAT im Fachbereich MINT entwickelten Komponenten für die Erfassung der Messsignale, die gesamte Ablaufsteuerung und Videoverarbeitung.

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Vertreter des DLV, BLZ, IAT, BMI und DOSB, die das Projekt zur Wurfhauserweiterung mit dynamometrischen Messplätzen gemeinsam realisiert haben.

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Das IAT verfügt an seinem Hauptsitz in Leipzig bereits seit vielen Jahren über Messplätze für die Disziplinen Diskuswurf, Kugelstoß und Speerwurf, an denen regelmäßig Leistungsdiagnosen und Messplatztraining stattfinden. Wurf-Asse wie Robert Harting und Nadine Müller, Christina Schwanitz und David Storl sowie Linda Stahl und Matthias de Zordo sind regelmäßig vor Ort, um ihre Technik überprüfen zu lassen und sich den Rat der IAT-Wurfexperten zu holen. Allerdings sind in Leipzig wettkampfnahe Versuche nur im Kugelstoßen möglich.

Sowohl im Diskus- als auch im Speerwurf bietet das neue MIS Wurf in Kienbaum nun ebenfalls die Möglichkeit, die erzielten Weiten zu ermitteln.

„Unser Ziel ist es, künftig beide MIS in Kienbaum und in Leipzig gemeinsam mit unseren Partnern optimal zur Wirkung zu bringen“, erklärt Dr. Seidel. „Hierfür werden wir die Kooperation mit dem DLV, aber mit den Kollegen des BLZ Kienbaum sowie des Olympiastützpunktes Berlin ausbauen.“

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