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Premiere für neues Videosystem im Kanulsalom

05.04.2018 - Neue Technologie im Kanupark Markkleeberg soll Technikanalysen optimieren helfen
Premiere für neues Videosystem im Kanulsalom

Letzter prüfender Blick vor der Premiere durch IAT-Kanuslalom-Spezialist Christian Käding

Wenn an diesem Wochenende die Wettkampfsaison der Slalomkanuten mit dem ICF Weltranglistenrennen im Kanupark Markkleeberg beginnt, feiert zugleich das neue, vom Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) installierte Videoanalyse-System Premiere.

„Mit dem neuen System können wir die Technikanalysen für die Athletinnen und Athleten des Deutschen Kanu-Verbands (DKV) deutlich effektiver und effizienter gestalten,“ erläutert IAT-Trainingswissenschaftler Christian Käding, der das Projekt gemeinsam mit den Entwicklern der Firma Bildquadrat umgesetzt hat. Mit Hilfe von sieben fest installierten Kameras entlang der Strecke werden die Läufe und Fahrten der Athleten digitalisiert. Von einem zentralen Auswertraum des IAT im Kanupark können die Kameras einzeln angesprochen, umgeschaltet, geschwenkt und gezoomt werden. Nach Laufende entsteht ein bereits zusammengeschnittener Videofile in einer Daten-Cloud. Auf diese hat auch der Trainer unmittelbar an der Strecke mittels Tablet Zugriff. Möglich wird dies durch zwei sogenannte Access-Points, die an der Strecke installiert wurden.

Während das bisherige Videosystem mit manueller Bedienung der Kameras aufgrund der benötigten personellen Ressourcen fast ausschließlich im Wettkampf zum Einsatz kam, ist ab sofort unkompliziert auch eine Nutzung im Training in enger Zusammenarbeit mit dem Olympiastützpunkt Sachsen möglich.

Für Michael Trummer, DKV-Cheftrainer Kanuslalom, bietet das neue Videosystem eine wichtige Unterstützung für die Leistungsoptimierung: „Damit haben wir optimale Bedingungen während des Trainings und der Wettkämpfe, da wir die Informationen sofort an der Strecke auf das Tablet bekommen.“

Die Finanzierung des neuen Systems erfolgte maßgeblich aus Mitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat im Rahmen der Projektförderung für das IAT. Unterstützung leisteten zudem der Deutsche Kanu-Verband und der Kanupark Markkleeberg.

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IAT-Wissenschaftler Christian Käding und Gerd Lehmann beim letzten Test des neuen Videoanalyse-Systems im Kanupark Markkleeberg.

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