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IAT feierte Geburtstag

03.05.2012 - Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig hat 3. Mai seinen 20. Geburtstag gefeiert. Bei der Festveranstaltung auf dem IAT-Gelände waren rund 250 geladene Gäste, darunter viel Prominenz aus Sport und Politik, dabei.

 „Alle führenden Sportnationen haben erkannt, dass es ohne Wissenschaft nicht geht und sich entsprechende Forschungseinrichtungen geschaffen“, sagte IAT-Direktor Arndt Pfützner: „Wir sind stolz: Unser Institut konnte die Lücke zwischen Theorie und Praxis im bundesdeutschen Sportsystem schließen.” Ehemalige Athletinnen und Athleten wie die Olympiasieger Gunda Niemann-Stirnemann, Christian Gille und Ricco Groß überreichten dem 62-Jährigen symbolisch als Dank für die geleistete Arbeit der Wissenschaftler des Institutes ein Plakat mit der Aufschrift „Danke IAT – macht weiter so“. Aktuell werden über 1000 Sportler betreut und es bestehen Kooperationsvereinbarungen mit 20 Spitzenverbänden.

Dank der Sportler
Dank der Sportler an das IAT: Ricco Groß, Gunda Niemann-Stirnemann, Udo Quellmalz, Stefan Holtz, Anett Schuck, Christian Gille, Ulrike Gräßler, Annett Böhm, Björn Kircheisen, Heike Fischer, Andreas Schlütter und Claudia Nystad (v.l.) überreichen IAT-Direktor Prof. Arndt Pfützner (Mitte) ihr Glückwunschtransparent.

„Nach einem Zeitraum von inzwischen fünf Olympiaden ist es kaum mehr vorstellbar, wie die internationale Wettbewerbsfähigkeit deutscher Athletinnen und Athleten ohne IAT-Unterstützung hätte erhalten werden können“, so DOSB-Präsident Dr. Thomas Bach in seinem offiziellen Grußwort in der Festschrift: „Die bevorstehenden Olympischen Spiele werden ein erneuter Beleg dafür sein, dass die in London erzielten Medaillen, Finalplätze und Bestleistungen vor allem dort zu verzeichnen sind, wo das IAT mit seinem Trainer-Berater-System an der Seite unserer Spitzenverbände zu finden ist.“ Bach hält es zudem für notwendig, und verweist auf einen entsprechenden Beschluss des DOSB-Präsidiums, alle olympischen Verbände in die Betreuung des IAT zu integrieren.

Für eine solche komplette Betreuung sind laut Pfützner allerdings pro Jahr mindestens 2,5 Millionen Euro mehr notwendig. Die Finanzierung der Einrichtung ist zunächst durch das Bundesinnenministerium, bei der Festveranstaltung durch den für Sport zuständigen Abteilungsleiter Gerhard Böhm vertreten,  bis 2015 gesichert. Das Jahresbudget beträgt 7,4 Millionen Euro. Momentan nicht zu deckenden Betreuungsbedarf gibt es beispielsweise im Basketball, Fechten und Modernen Fünfkampf.

Die in seiner Festrede formulierten Wünsche des IAT-Direktors Arndt Pfützner:

  • Eine weiterhin so geschlossene Führungsmannschaft   am IAT und weiterhin so engagierte, fachkompetente Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum weiteren Ausbau unserer Alleinstellungsmerkmale.
  • Eine noch engere Kooperation mit unseren Spitzenverbänden auf der Grundlage von funktionierenden Trainer-Beratersystemen, in denen das Training im Mittelpunkt steht.
  • Eine tragfähige, zukunftsorientierte Rechtsform, die eine  institutionelle Förderung möglich macht und die uns vor allem Konkurrenzfähigkeit beim Suchen der schlausten Köpfe unseres Landes sichert.
  • Ein weiteres enges Zusammengehen mit unserem Partner FES in Berlin, um unser weltweit einmaliges Alleinstellungsmerkmal, der Symbiose von Trainings- und Ingenieurwissenschaft, weiter auszubauen.
  • Eine enge Partnerschaft mit der Trainerakademie in Köln, um Trainer mit einem akademischen Abschluss zu entwickeln, die die wissenschaftlichen Ergebnisse der Institute auch umsetzen können.
  • Eine noch engere Verzahnung mit den Olympiastützpunkten und Bundesleistungszentren, um noch mehr Synergien zu erschließen.
  • Eine Sportfakultät, die sich wieder stärker dem Leistungssport zuwendet und Partner bei der Ausbildung des wissenschaftlichen Nachwuchses für unser Institut  bleibt.
  • Eine weitere kooperative Unterstützung durch den Freistaat Sachsen, insbesondere was die Mitfinanzierung unserer zukünftigen Bautätigkeit betrifft.
  • Eine effiziente Führung durch unseren DOSB, der Vereinbartes, auch Ergebnisse von Studien, strategisch umsetzt und wieder etwas auf die Füße stellt, was jetzt noch auf dem Kopf steht.
  • Ein Bundesinstitut für Sportwissenschaft, das mit uns gemeinsam erfolgreich gegen die Bürokratie kämpft.
  • …und als größten Wunsch, dass das Bundesinnenministerium, wie in den letzten 20 Jahren erfolgreich praktiziert, weiterhin fest an der Seite unseres Instituts steht, uns ein intensiver und konstruktiver Diskussionspartner ist, den Rücken stärkt und eine Finanzierung sichert, die all unsere gemeinsamen Wünsche und Visionen realistisch werden lassen, um eine weitere Etappe in der Institutsgeschichte, die im Zukunftskonzept bis 2016 aufgeschrieben ist, erfolgreich zu bewältigen.
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