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Fit für Rio 2016

17.09.12 - IAT erweitert Untersuchungsbasis für die Ausdauersportarten

Pünktlich zum Start in den neuen Olympiazyklus zur Vorbereitung auf die Olympischen Spiele 2016 in Rio de Janeiro feierte das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft am 17. September das Richtfest für seinen neuen Funktionsergänzungsbau. Im Beisein des Sächsischen Staatsministers des Innern, Markus Ulbig, und des Referatsleiters im Bundesministerium des Innern, Bernhard Flümann, wurde der Richtkranz aufgezogen. Mit dem neuen Bau werden die Untersuchungsbasis des IAT und die Bedingungen für den Wissenstransfer zur Spitzensportpraxis weiter verbessert.

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Ansprache von Minister Ulbig

Innenminister Ulbig betonte in seiner Ansprache: „Das IAT ist aus dem deutschen Sport nicht mehr wegzudenken. Auch Sachsens Leistungssportler profitieren vom Know-How der Trainingsspezialisten aus Leipzig.“ Aus Sicht des Freistaats wünscht sich der Minister eine weitere gute Zusammenarbeit mit der benachbarten Sportwissenschaftlichen Fakultät der Universität Leipzig: „Ich wünsche mir, dass diese Synergieeffekte auch bei der neuen dualen Trainerausbildung entstehen.“

Der Freistaat Sachsen steuert 30 Prozent zur Finanzierung des Funktionsergänzungsbau bei. Den Großteil der Bausumme in Höhe von 3,6 Millionen Euro trägt das Bundesministerium des Innern.

Im neuen Funktionsergänzungsbau, der im Erdgeschoß das bestehende Ergometriezentrum flächenmäßig nahezu verdoppeln wird, werden unter anderem auch die Ruderer ein neues dauerhaftes Zuhause finden. Mit ihrer Einlage auf dem Ruderergometer gaben Olympiasieger Philipp Wende und Olympiamedaillengewinnerin Annekatrin Thiele zum Richtfest einen Vorgeschmack auf künftig optimale Bedingungen für die Leistungsdiagnostik im Rudern.

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Demonstration am Ruderergometer durch die Olympiamedalliengewinner Phillip Wende und Ann-Katrin Thiele

Darüber hinaus werden auch Rad- und Kanuergometer im neuen Teil des Ergometriezentrums ihren Platz finden. Außerdem wird ein neues Schießlabor Einzug halten. „Dank des neuen Baus können wir unsere Untersuchungsbasis für die seit 2008 neu am Institut aufgenommenen Sportarten Rudern, Radsport und Sportschießen sowie für die langfristig kooperierenden Ausdauersportarten qualitativ und quantitativ verbessern,“ erklärte IAT-Direktor Prof. Dr. Arndt Pfützner.

Mit der Demonstration ausgewählter Messplätze, die neben den beiden Spitzenruderern auch U23-Vizeweltmeisterin Cindy Pöschel (Kanuslalom) sowie die sächsischen Nachwuchsathleten Erik Thiele (Ringen) und Christine Winkler (Speerwerfen) präsentierten, gab Direktor Pfützner anlässlich des Richtfests einen kleinen Einblick in die aktuellen Möglichkeiten des Instituts in der wissenschaftlichen Unterstützung des deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssports.

Der neue Bau wird ferner in den oberen Etagen das IT-Zentrum, das wissenschaftliche Informations- und Dokumentationszentrum sowie das neue Schulungs- und Transferzentrum mit multifunktionaler Raumaufteilung beherbergen. „Gerade letzteres ist für das Trainer-Berater-System, dem Markenzeichen des IAT, sehr wichtig,“ betonte der IAT-Direktor. „Damit trainingswissenschaftliche Erkenntnisse in die Spitzensportpraxis gelangen, ist der kontinuierliche Dialog zwischen Trainer und Wissenschaftler notwendig. Das Schulungs- und Transferzentrum wird genug Platz für Workshops, Arbeitsberatungen, Trainerweiterbildungen und sonstige Veranstaltungen bieten,“ so Pfützner.

Den Wissenschaftlern des IAT und damit auch den Athleten und Trainern soll der Bau im Sommer nächsten Jahres übergeben werden.

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