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Training steuern & optimieren

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Mit Trainer-Berater-Systemen helfen die Wissenschaftler des IAT Sportlern und Trainern bei der Trainingssteuerung und unterstützen dabei, sportliche Leistung zu optimieren und zu verbessern.

Wirkungskette der Trainingssteuerung

Grundvoraussetzungen für eine individuelle und effiziente Trainingssteue­rung sind die Leistungs- und Trainingsplanung, die Evaluierung des realisierten Trainings anhand der sportartspezifischen komplexen Leistungsdiagnostik, Wettkampfanalyse und Trainingsanalyse sowie die Trainingsberatung.

  • Leistungs- und Trainingsplanung dienen dazu, die Entwicklungsrichtung und das Entwicklungstempo vom Nachwuchs- bis zum Spitzenathleten zu bestimmen. Voraussetzung dafür sind Kenntnisse über die Strukturen der sportlichen Leistung, deren gesetzmäßige Zusammenhänge sowie die auf trainingsmethodischen Prinzipien beruhende Belastungsgestaltung.

  • Leistungsdiagnostik und Wettkampfanalyse zielen darauf ab, die Wirkung des absolvierten Trainings einzuschätzen und den Leistungsstand des Sportlers zu erfassen. Mittels sportartspezifischen Tests wird der Ent­wick­lungsstand der leistungsbestimmenden Fähigkeiten objektiviert und  beurteilt. Dank technischer Möglichkeiten (wie Strömungskanal, kippbares Laufband oder Kanuergometer) können Wettkampfbedingungen inzwischen auch im Labor simuliert werden, um sich Zielgrößen für das Training zu er­arbeiten und so Leistungsreserven zu erschließen. In der Wettkampfanalyse selbst wird die Ausprägung der komplexen Leistungsfähigkeit im Wettkampf bewertet.
  • Im Rahmen der Trainingsanalyse werden leistungsbestimmende Trainingsinhalte und -strukturen dargestellt. Die Trainingsanalyse wird für die Trainingssteuerung dann wirksam, wenn zum Zeitpunkt der Leistungsdiagnostik bzw. Wett­kampfanalyse eine differenzierte, methodisch-orientierte Ein­schät­zung der Trainingsschwerpunkte vorliegt und somit die Ursachen für Entwick­lungstrends der leistungsbestimmenden Fä­higkeiten aufge­deckt werden können.
  • In der Trainingsberatung werden leistungsdiagnostische und trainingsanalytische Ergebnisse zusammengeführt. Idealerweise kommen Cheftrainer, Heimtrainer, Arzt und Trainingswissenschaftler in sogenannten Steueraktivs kontinuierlich zusammen, um auf Basis dieser gesundheits-, trainings- und leistungsdiagnostischen Untersuchungen wissenschaftlich fundierte Trainingsentscheidungen zu treffen.
Wirkungskette der Trainingssteuerung
Wirkungskette der Trainingssteuerung

   RTK = Rahmentrainingskonzeption, ITP = Individuelle Trainingsplanung,
   MAZ = Makrozyklus, MEZ= Mesozyklus

 

Trainingssteuerung mit dem Trainer-Berater-System

Entscheidend für den Erfolg ist also das Zusammenspiel aller Komponenten im Gesamtprozess der Trainingssteuerung. Hier kommt das Trainer-Berater-System als Schnittstelle zwischen Trainingswissenschaft und Praxis zum Tragen.

Die Wissenschaftler des IAT ermitteln gemeinsam mit Trainern und Sportlern aus Wettkampfanalysen, komplexen leistungsdiagnostischen Verfahren, Messplatztraining und Trainingsanalysen sportartspezifische, individualisierte Informationen mit hohem Objektivierungsanspruch. Diese werden verständlich und praxisbezogen für die jeweiligen Nutzer aufbereitet und zeitnah zur Verfügung gestellt. Die trainingsmethodische Umsetzung dieser Inhalte soll zur gezielten individuellen Leistungsentwicklung führen, indem individuelle Entwicklungspotenziale erschlossen bzw. Leistungsdefizite abgebaut werden. Ziel des IAT ist es letztendlich, Trainer und Sportler zu befähigen, die Trai­ningssteuerung zu nutzen und damit den Trainingspro­zess in Zusammenarbeit mit dem Trainingswissenschaftler aktiv mit zu gestalten. Dies setzt jedoch eine langjährige Zusammenarbeit und kontinu­ierliche Weiterbildun­gen voraus.

 

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