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DELTA - Deutschland entwickelt Talente

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Die Auswahl und Förderung von Nachwuchsathleten in Deutschland basiert bislang überwiegend auf Wettkampferfolgen und Leistungsauffälligkeit. Dabei belegen Analysen, dass ein internationaler Juniorenerfolg in vielen Sportarten allein keine ausreichende Vorhersagekraft für Spitzenleistungen in der Elite hat. So hatte das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft in seinen „Leipziger Positionen zum Nachwuchsleistungssport in Deutschland“ 2013 herausgearbeitet, dass ausbleibende Erfolge in diesem Alter kein Ausschlusskriterium bei der Talentauswahl darstellen sollten.

DELTA-Athletenprofil

In dem Projekt „DELTA – Deutschland entwickelt Talente“ arbeitet das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft seit September 2015 gemeinsam mit der Stiftung Deutsche Sporthilfe, dem Deutschen Olympischen Sportbund, dem Deutschen Boxsport- Verband, dem Deutschen Schwimm-Verband und der Deutschen Eisschnelllauf Gemeinschaft daran, die Wirksamkeit von Förderprozessen durch die Weiterentwicklung von Talentauswahl und -entwicklungsmaßnahmen zu erhöhen. „Als Ergebnis des zweijährigen Projekts soll die Entwicklung eines sportartspezifischen Athletenprofils mit allen relevanten Leistungsvoraussetzungen stehen, in dem deren Entwicklung dokumentiert und so das Potenzial für spätere Spitzenleistungen besser beurteilt werden kann“, erklärt Dr. Antje Hoffmann, Leiterin des Fachbereichs Nachwuchsleistungssport des IAT, in dem das fünfköpfige Projektteam angesiedelt ist.

Erste Projektphase abgeschlossen

Inzwischen ist die Situationsanalyse in den drei Spitzenverbänden abgeschlossen. Nach der Auswertung der bestehenden Konzepte sowie von Wettkampfergebnissen und Testdaten, der Befragungen von Trainern und weiteren Experten sowie der systematischen Literaturanalyse stellt sich die Ausgangslage in den drei Verbänden sehr unterschiedlich dar. Eine gemeinsame Reserve liegt jedoch in dem fehlenden hauptamtlichen Personal, das aus wissenschaftlicher Sicht notwendig wäre, um mittels Systematik und Struktur die Qualität der Ausbildung der Nachwuchsathleten zu sichern. Zudem sind die Verbände gefordert, sich zeitgemäßer aufzustellen und ihre Angebote an die in den vergangenen 20 Jahren stark gewandelten Kommunikationsgewohnheiten von Talenten, Eltern und Trainern anzupassen. „Die Ergebnisse zeigen jedoch vor allem, dass eine sportartspezifische Herangehensweise und Lösungsansätze unumgänglich sind“, betont Projektleiterin Juliane Wulff (IAT). Vorteilhaft sei, dass drei der fünf DELTA-Mitarbeiter als Leistungssportreferenten Nachwuchs direkt bei den Verbänden angestellt sind und so Prozesse von innen heraus anschieben können. „Zudem sind alle Verbände absolut bereit und willens, die notwendigen Veränderungen anzugehen, um langfristig wieder mehr Talente zu entwickeln und dabei auch über den Tellerrand der eigenen Sportart zu blicken“, sagt Wulff.

Zweite Projektphase beginnt

Gemeinsam mit den Verbänden hat die Projektgruppe Maßnahmenpakete abgeleitet, die in der aktuell anlaufenden zweiten Projektphase direkt umgesetzt werden sollen. Konkret soll es dabei unter anderem um die Bewertung der sportlichen Technik, die Entwicklung psychologischer Anforderungsprofile sowie die Modifizierung bestehender Talenttests und Orientierungswerte gehen.

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