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Geschichte im Überblick

Der folgende historische Abriss ist ein Auszug aus dem Beitrag "10 Jahre IAT – Rückblick und Ausblick" des IAT-Direktors Prof. Arndt Pfützner in der Festschrift "10 Jahre Institut für Angewandte Trainingswissenschaft" aus dem Jahr 2002.

"Es waren die Vision von einem in der deutschen Sportlandschaft einmaligen Institut zur Unterstützung des Spitzensports und der Wille zum Handeln, die 1992 zur Gründung des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft führten. Ausgangspunkt war der Einigungsvertrag, dessen Artikel 39 besagt, dass der Spitzensport und seine Entwicklung auf dem Gebiet der ehemaligen DDR, soweit er sich bewährt hat, weiter gefördert wird. In diesem Rahmen sollte das Forschungsinstitut für Körperkultur und Sport in der jeweilig angemessenen Rechtsform und im erforderlichen Umfang als Einrichtung im vereinten Deutschland fortgeführt werden. Mit Engagement und Weitsicht formulierte eine gemeinsame Arbeitsgruppe des Bundesministeriums des Innern und des deutschen Sports ein Strukturpapier zum "Neuaufbau eines Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft", in dem bereits Grundzüge einer Institutsphilosophie festgeschrieben wurden, die bis heute die Leitlinie für das Handeln des IAT darstellt.

Von Anfang an nutzten Spitzensportler und ihre Trainer (im Bild Kugelstoß-Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss, 1995) gern das wissenschaftliche Know-how des IAT zur Leistungsoptimierung.
Von Anfang an nutzten Spitzensportler und ihre Trainer (im Bild Kugelstoß-Olympiasiegerin Astrid Kumbernuss, 1995) gern das wissenschaftliche Know-how des IAT zur Leistungsoptimierung.

Als zentrales Institut des deutschen Sports sollte sich das IAT an den Anforderungen des Spitzen- und Nachwuchssports in Deutschland orientieren und die athletennahe, sportartspezifische, interdisziplinäre und komplexe Trainings- und Wettkampfforschung in den Mittelpunkt seiner Arbeit stellen.

Bereits im Jahr der Gründung 1992 unterstützte das IAT die Vorbereitung deutscher Athletinnen und Athleten auf die Olympischen Sommerspiele in Barcelona. Diese unmittelbare Unterstützung der Olympiamannschaften erfolgt bis heute.

In der Institutsphilosophie festgeschrieben wurde auch der Charakter der Forschung, an dem die Projekte ausgerichtet werden sollten. Es ist eine prozessbegleitende sportartspezifische Trainings- und Wettkampfforschung, die das Wissenschafts- und Arbeitsprofil des Instituts prägt. Insofern steht das Kürzel IAT zwar strukturell für das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft, inhaltlich betrachtet steht es für interdisziplinär, analytisch und trainingsbegleitend.

Prof. Dietrich Martin war von 1992 bis 2000 Direktor des IAT.
Prof. Dietrich Martin war von 1992 bis 2000 Direktor des IAT.

Anfang der 90er Jahre stand mit der Neugründung des Instituts natürlich auch die Frage, wer diese Forschungseinrichtung des deutschen Sports führen sollte. Mit Prof. Dietrich Martin wurde eine Persönlichkeit gefunden, die in ihrem Wirken und dem genauen Wissen um die Nahtstellen zwischen Trainingspraxis und Trainingswissenschaft wie keine andere die Philosophie unseres Instituts, die Einheit von Praxis und Forschung, in sich vereinte.

Von Beginn an sah sich das IAT als Bestandteil des wissenschaftlichen Verbundsystems des deutschen Sports und entwickelte eine besondere Partnerschaft zum Institut für Forschung und Entwicklung von Sportgeräten, dem FES, der Trainerakademie in Köln, aber auch zu den Olympiastützpunkten, zum Bundesinstitut für Sportwissenschaft, zu den sportwissenschaftlichen Einrichtungen der Universitäten und anderen Institutionen."

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