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IAT weiht neues Biomechanik-Zentrum ein

24.06.2020 - Beste Bedingungen für biomechanische Diagnostik deutscher Spitzen- und Nachwuchsathleten
IAT weiht neues Biomechanik-Zentrum ein

von links: Stephan Mayer (BMI), Andrea Herzog, Ulf Tippelt (IAT), Uschi Schmitz (DOSB), Franz Anton und Thomas Rechentin (SMI)

Auf die Plätze, fertig - Schnitt. Die Slalomkanuten Andrea Herzog, Weltmeisterin, und ihr Trainingspartner Franz Anton, Weltmeister von 2018, haben das neue 310 Quadratmeter große Biomechanik-Zentrum am Institut für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) in Leipzig am 24. Juni offiziell eröffnet. Mit dabei waren Stephan Mayer, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesinnenministerium, Thomas Rechentin, Amtschef des sächsischen Innenministeriums und DOSB-Vizepräsidentin Leistungssport Uschi Schmitz. Die rund 381.000 Euro Umbaukosten trugen der Bund mit zweit Dritteln und der Freistaat.

„Die sportartspezifische Expertise des IAT’s hat bekanntermaßen wirklich ein Alleinstellungsmerkmal in Deutschland“, sagte Mayer. Zudem, so betonte er, sei das IAT ein Aushängeschild bezüglich der trainingswissenschaftlichen Expertise in Deutschland. „Ich bin davon überzeugt, dass dieses neue Biomechanik-Zentrum die Athletinnen und Athleten einen deutlichen Schritt voranbringt.“ Auch Rechentin betonte zur Eröffnung noch einmal: „Das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft ist das nationale trainingswissenschaftliche Zentrum für den deutschen Spitzen- und Nachwuchsleistungssport. Das IAT ist als außeruniversitäre Forschungseinrichtung bundesweit einmalig.“

Nach sechs Monaten Umbau können Spitzen- und Nachwuchsathleten nun unter besten Bedingungen im neuen Biomechanik-Zentrum trainieren und ihr Leistungsniveau überprüfen. Die Nachfrage nach Kraftdiagnostik und -training ist in den vergangenen Jahren immer größer geworden. „Die Zahl der Tests hat sich in den letzten acht Jahren mehr als verdreifacht mit weiter steigender Tendenz. Der Platz war schlichtweg nicht mehr ausreichend“, sagte IAT-Direktor Dr. Ulf Tippelt. Gründe für den Zuwachs sind das stetig gewachsene Diagnostikrepertoire, die Identifikation der Rumpfkraft als wichtige Leistungsvoraussetzung in immer mehr Sportarten und nicht zuletzt ein Paradigmenwechsel in Krafttraining und -diagnostik im deutschen Leistungssport. Für dessen Umsetzung mit einer stärkeren Geschwindigkeitsorientierung in der Kraftentwicklung bietet das neue Biomechanik-Zentrum nun auch räumlich eine wichtige Basis.

Das neue Biomechanik-Zentrum bildet nun zusammen mit dem großen Ergometrie-Zentrum, dem sportmedizinischen Untersuchungszentrum, dem Strömungskanal und der Testhalle eine bundesweit einzigartige Infrastruktur für die Forschung und wissenschaftliche Unterstützung für den deutschen Leistungssport. Insgesamt haben Bund und Freistaat die Infrastruktur des Instituts seit 2000 mit mehr als 15 Millionen Euro modernisiert.

Als zentrales trainingswissenschaftliches Kompetenzzentrum Deutschlands unterstützt das Institut für Angewandte Trainingswissenschaft deutsche Athletinnen und Athleten mit dem Erschließen individueller Leistungsreserven auf ihrem Weg zur Weltspitze. Grundlage sind Kooperationsvereinbarungen mit 22 olympischen Spitzenverbänden für 19 Sommer- und 7 Wintersportprojekte, die vom BMI gefördert werden. Darüber hinaus gibt es seit diesem Jahr eine Kooperation mit dem Deutschen Behindertensportverband zur Unterstützung paralympischer Sportarten. Seit 2020 fördern zudem die Länder die praxisnahe wissenschaftliche Unterstützung des Nachwuchsleistungssports am IAT als weitere wichtige Säule des Instituts und notwendige Basis für zukünftige Erfolge des deutschen Leistungssports.

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