Benutzerspezifische Werkzeuge
Sie sind hier: Startseite Aktuelles Wissenschaftliche Unterstützung im Nachwuchsleistungssport

Wissenschaftliche Unterstützung im Nachwuchsleistungssport

07.01.2020 - Am 1. Januar sind die ersten durch die Bundesländer finanzierten Projekte des IAT gestartet.
Wissenschaftliche Unterstützung im Nachwuchsleistungssport

IAT-Direktor Dr. Ulf Tippelt, der Hessische Inneminister Peter Beuth, die SMK-Vositzende Anja Stahmann, DOSB-Präsident Alfons Hörmann und IAT-Fachbereichsleiterin Dr. Antje Hoffmann bei der 43. SMK in Bremerhaven. Foto: SMK

Talente noch besser erkennen und entwickeln – ab 1. Januar starten die ersten fünf Projekte des Instituts für Angewandte Trainingswissenschaft (IAT) zur praxiswirksamen und nachhaltigen wissenschaftlichen Unterstützung des Nachwuchsleistungssports. Finanziert werden sie durch die Bundesländer, die nach dem Königsteiner Schlüssel gemeinsam jährlich bis zu 1,5 Millionen Euro für Nachwuchsleistungssport-Projekte am IAT bereitstellen wollen. Seitens der Länder übernimmt Hessen, seitens des Sports der DOSB die Steuerung und Koordination der Nachwuchsleistungssport-Projekte am IAT. „Um die Ziele der Leistungssportreform umzusetzen, brauchen wir eine fortlaufende Qualitätsentwicklung in der Nachwuchsförderung auf der Basis wissenschaftlicher Erkenntnisse. Insbesondere die Potenziale im zeitnahen Theorie-Praxis-Transfer können mit den länderübergreifenden Projekten des IAT wirksam erschlossen werden“, erklärte  DOSB-Präsident Alfons Hörmann im gemeinsamen Pressestatement anlässlich der SMK am 8. November.

Nach intensiven konzeptionellen Vorbereitungen und umfassenden Abstimmungen mit allen beteiligten Partnern in den zurückliegenden Wochen und Monaten freut sich IAT-Fachbereichsleiterin Dr. Antje Hoffmann  darauf, gemeinsam mit ihrem Nachwuchsleistungssport-Team endlich loslegen zu können. In drei Projekten wird der Schwerpunkt auf den Leistungsvoraussetzungen in einzelnen Sportarten bzw. Sportartengruppen liegen. „Ziel ist es, Trainern und Verbänden zu helfen, Anforderungsprofile zu definieren und Athletenprofile zu erstellen, um das Entwicklungspotenzial der Nachwuchsathleten zuverlässiger einschätzen zu können“, erläutert Dr. Antje Hoffmann. Bearbeitet wird dieses Thema für Triathlon und Radsport, Badminton und Tischtennis sowie Hockey und Basketball. „Die Ausgangsbedingungen in den Verbänden sind allerdings sehr unterschiedlich. Für einige Verbände geht es nur um einzelne Themenbereiche ihrer Talentauswahl und -entwicklungskonzeptionen wie zum Bei-spiel Psychologie, Athletik oder Belastbarkeit. Bei anderen liegt der Bedarf in der Entwicklung oder Evaluation einer komplexen Testbatterie“, sagt Dr. Hoffmann.

NWLS
Foto: Peter Ginter

In zwei weiteren Projekten stehen Training und Wettkampf im Mittelpunkt. Ein sportartübergreifendes Projekt für Becken- und Freiwasserschwimmer, Triathleten und Moderne Fünfkämpfer legt den Fokus auf die Verbesserung der Schwimmtechnik. „Wir wollen den Trainern helfen, Stärken und Schwächen in der Technik ihrer Sportler zu erkennen und bei einer Intervention an der richtigen Stelle ansetzen zu können.“ Das zweite Projekt in diesem Themenbereich ist im nordischen Skisport und Biathlon angesiedelt und knüpft an das sächsische Modellprojekt „Gemeinsam an die Skispitze“ an. Hier geht es darum, sportartübergreifend ein gemeinsames Technikverständnis der Trainer in der Spitze und im Nachwuchs bis hin zu den Vereinen zu entwickeln und dieses auch verstärkt in der Ausbildung zu implementieren.

Weitere Projekte befinden sich in der konzeptionellen Phase. Hier sollen sportartübergreifende Themen aufgegriffen werden, wie die Analyse und Weiterentwicklung von Fördersystemen und Umfeldbedingungen für erfolgreiche Entwicklungswege sowie der Transfer der Erkenntnisse an möglichst viele Trainer und Verbandsverantwortliche über die Projektpartner hinaus.

Artikelaktionen