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Seitigkeitstypologie im Leistungssport

Seitigkeit wurde als Persönlichkeitsmerkmal erkannt und aus dem Phänomenspektrum eine Seitigkeitstypologie entwickelt. Die systematische Beobachtung und Befragung von 1000 Breiten- und ca. 300 Spitzensportlern aus über 40 Sportarten bzw. Disziplinen haben eine beeindruckende Datenbasis geschaffen. Der Beitrag beantwortet Fragen nach den prozentualen Häufigkeiten, nennt Beispiele auffälliger Befunde in verschie- denen Sportarten. Die Forderung nach Vielseitigkeit soll deshalb auch Beidseitigkeit einschließen. So wird weitgehend die Chance für eine variable Verfügbarkeit koordinativer Fäghigkeiten bei einer späteren Spezialisierung gesichert. Seitigkeitsbedingte koordinative Mängel sind dann durch durch einen Seitenwechsel oder entsprechende zielgerichtete Übungen zu beheben oder zu mindern. In vielen technischen Sportarten ist eine speziali- sierung notwendig. Jedoch sollte diese erst in der Phase des Aufbautrainings und keinesfalls bereits im GLT aufgebaut werden. Für andere Sportarten (z.B. Spiele) gilt, u.a. auch aus taktischen Erwägungen heraus, Bilateralität als idealtypisch. Aus medizinischer Sicht ist die Forderung nach Beidseitigkeit verständlich, da die ungünstigen Auswirkungen intensiver einseitiger Beanspruchungen auf das Skelettsystem unbestritten ist.
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Subjects: track and field apparatus gymnastics figure skating long jump high jump pole vault javelin throw short-distance running laterality leg arm neurophysiology movement
Notations: biological and medical sciences
Published in: Leistungssport
Published: Münster 1992
Edition: 22(1992)1, S. 35-40
Volume: 22
Issue: 1
Pages: 35-40
Document types: article
Language: German
Level: advanced