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Die Auswirkungen zweier unterschiedlicher Trainingsmethoden auf die Sprint- und Erholungsfähigkeit in einem Zeitraum von 3 Monaten : Vergleich von intervallartigem Training und Dauertraining

Die Ergebnisse dieser Studie haben folgendes gezeigt: 1. Eine hohe Sprint- und Ausdauerieistungsfähfgkeit schließen sich nicht gegenseitig aus. Nach eigenen Voruntersuchungen gilt das für Sportler mit einer VO2peak zwischen 35 - 65 ml/kg/min (Wendt et al. 2009). wahrscheinlich aber nicht für Spitzensportler in Sprint- und Ausdauerdisziplinen (Maassen 2011). 2. Auch ein DT bei 50 % der WmaxST kann die Sprint- und Erholungsfähigkeit verbessern. 3. Initial hatte das IT einen größeren Effekt auf die WmaxST als das DT. Ist also die Vorbereitungszeit auf einen Wettkampf oder ein entscheidendes Spiel auf drei bis vier Wochen beschränkt, so sollte das IT bevorzugt werden um die WmaxST effizient zu verbessern. 4. Jedoch führte auch das klassische DT nach neun Wochen zu vergleichbaren Anpassungen in der WmaxST wie das IT. Keine der beiden Trainingsformen scheint in dieser Hinsicht langfristig überlegen zu sein. 5. Das IT stellt jedoch die überlegenere Trainingsform für viele Spielsportarten (Handball, Fußball, Basketball uvm.) mit ständig wechselnden Intensitäten dar, da sowohl die Sprint- als auch die Erholungsfähigkeit stärker verbessert werden als mit dem DT. Im Zusammenhang mit früheren Untersuchungen an unserem Institut (Becker 2006. Fhsche 2010. Maassen 2011), stellt sich die Frage, ob man im Vergleich zu dieser Studie, mit kürzeren Trainingseinheiten, in denen gleichzeitig die Intensitäten deutlich erhöht werden, vergleichbare Effekte auf die Ausdauer-, Sprint- und Erholungsfähigkeit erzielen könnte. Dies sollte Gegenstand weiterer Studien sein. Aus sportwissenschaftlicher Sicht sollte das zusätzliche Training der Ausdauerleistungsfähigkeit z.B. in einer Vorbereitungsphase in den Spielsportarten nicht ausschließlich nach dem Pnnzip der Dauermethode erfolgen, sondern ganz oder zumindest teilweise durch intervallartige Trainingsprofile ersetzt werden. Das Belastungsgefüge dieser Studie {30 Sekunden intensive Belastung und 30 Sekunden Pause) ließe sich methodisch relativ einfach in die Praxis umsetzen. So erlauben z.B. hoch intensiv gestaltete, sportartspezifische Parcours oder Kleingruppenspiele das gleichzeitige Trainieren von entsprechenden spielnahen Bewegungsabläufen, balltechnischer Fertigkeiten sowie von Sprint-, Ausdauer- und Erholungsfähigkeit. Alle an dieser Untersuchung beteiligten Ballsportler (u.a. Rugby-Nationalspier, Handball 2. Bundesliga, Regionalliga und Oberliga, Basketball Regionalliga) berichteten, dass im speziellen das intervallartige Ergometertraining ihre Spielfähigkeit zum Teil erheblich verbesserte. Diese subjektive Sicht sollte in Folgestudien systematisch überprüft werden.
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Subjects: sprint training interval method rugby basketball EMG ergometry lactate handball test endurance recovery analysis training method training effect continuous method male
Notations: training science sport games
Tagging: HIT Wingate-Test
Published: Hannover Universität Hannover, Institut für Sportwissenschaft 2015
Pages: 258
Document types: dissertation
Language: German
Level: advanced