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Das Bonner Fechtinternat ist eine von 30 Eliteschulen des Sports

(The Fencing boarding school Bonn is one of 30 elite schools for sport)

Sie gelten als Basis der Talentförderung im deutschen Sport. 30 "Eliteschulen des Sports" gibt es derzeit in der Bundesrepublik. Eine davon ist das Sportinternat Bonn des Deutschen Fechter-Bundes (DFB). Das Internat wurde 1971 als Projekt des DFB mit sieben Schülern eröffnet. Inzwischen ist das Fechtinternat Bonn eine der erfolgreichsten Einrichtungen des gesamten deutschen Sports. Das Internat, hinter dem Sportpark Nord gelegen, bietet Platz für 24 bis 25 Schüler, die Leistungssport treiben und bestmögliche Förderung zwischen Schule und hohem Trainingsaufwand suchen. Durch die direkte Anbindung an das Bundesleistungszentrum Fechten und den Olympiastützpunkt Köln/Bonn/Leverkusen erfahren die Schüler eine Förderung, die in ihrem Heimatverein nicht möglich wäre. Die Schüler können trotzdem weiter in ihrem Heimatverein bleiben oder sich dem Trägerverein OFC Bonn anschließen. Das Internat arbeitet eng mit den Partnerschulen Friedrich - Ebert - Gymnasium und Tannenbusch-Gymnasium zusammen, gleichzeitig sind ein Teilinternat und die Bonner Talentschule angeschlossen. Hinzu kommt eine medizinische und wissenschaftliche Zusammenarbeit mit der Uniklinik Bonn, der Kaiser-Karl-Klinik sowie dem ambulanten Reha-Zentrum "Stommel". Die sportliche Bilanz des Fechtinternats ist überzeugend und belegt die Effizienz nachhaltig. Seit 1993 erreichten die Schüler und Schülerinnen durchschnittlich zehn Kaderplätze. Bei Weltmeisterschaften der Kadetten und Junioren waren seit 1991 immer zwischen drei und sechs Internatsfechter/innen vertreten. Siebenmal gewannen Internatsfechter den Junioren-Gesamtweltcup. Unter den Sportlern, die aus dem Sportinternat Bonn hervorgegangen sind, befinden sich so herausragende Fechterinnen und Fechter wie Ex-Weltmeister Felix Becker, Claudia Bokel, die auch die "Patenschaft" über das Internat übernommen hat, oder Imke Duplitzer. In der letzten Saison plazierten sich von den 24 Schülern 23 in den Ranglisten des Fechter-Bundes. Ziel des Bonner Internats ist es, die Sportkarriere mit der Schullaufbahn in Einklang zu bringen. Alle Schulabschlüsse sind möglich, in der Regel ist es das Abitur. Der letzte Abiturjahrgang wies einen Notendurchschnitt von 2,6 auf. Beide Realschüler erhielten die Qualifikation für die gymnasiale Oberstufe. Finanziert wird das Internat hauptsächlich über Zuschüsse von Bund, Land, der Stiftung Deutsche Sporthilfe und über Elternbeiträge, die zur Zeit bei monatlich 700 Mark liegen. Da nur so viele Neuzugänge aufgenommen werden wie Plätze durch Schulabgänge frei werden, ist die Konkurrenz bei ständig wachsender Nachfrage groß. Über die Aufnahme entscheiden Fechttrainer, schulischer Berater und Internatsleitung im Rahmen eines Sichtungslehrgangs.

Subjects: Germany fencing promotion junior elite sport sports school
Notations: combat sports junior sports
Document types: electronical publication
Language: German
Level: basic