BISp-Report 2012. Bilanz und Perspektiven

(BISp-report 2012. Results and outlook)

Das Bundesinstitut für Sportwissenschaft (BISp) präsentiert sich der Öffentlichkeit sowie seinen Partnern in Wissenschaft und Politik erstmalig in einem neuen Design. Mag sich der BISp-Report 2012 "Bilanz und Perspektiven" auch äußerlich verändert haben, die Inhalte informieren Sie w...ie gewohnt über unsere Arbeit und über aktuelle Entwicklungen in unserem Haus. Mit einem neuen Corporate Design möchte das BISp die eigenen grundlegenden organisatorischen Veränderungen und Neuerungen auch in seinem äußeren Auftritt von den Publikationen über Büromaterialien bis hin zu den Onlinemedien sichtbar machen. Über Grundlagen und Philosophie des neuen BISp-Erscheinungsbildes informiert Nina Häußler in dem Beitrag "Startschuss: Das neue Corporate Design des BISp". In der sportwissenschaftlichen Forschungsförderung stand das Jahr 2012 im Zeichen der Kontinuität. Das interdisziplinäre Großprojekt zum Thema "Rückenschmerz" wurde weitergeführt. Zur Unterstützung des Wissenstransfers informiert seit September 2012 der elektronische Newsletter "RAN RÜCKEN" zweimal im Jahr über die Fortschritte des Forschungsprojektes. Das WVL-Projekt "Wissensmanagement im Wissenschaftlichen Verbundsystem Leistungssport" gibt Aufschluss über bestehende Organisationsstrukturen und Netzwerke, die die Kommunikation im Leistungssport in Deutschland bestimmen und zeigt bestehende Kommunikationsdefizite auf. Dr. Mirjam Rebel zieht ein Resümee nach Abschluss des Projektes, stellt den Transfer der Ergebnisse vor und zeigt Perspektiven auf. Aus dem Fachgebiet "Sportanlagen" liegen die Ergebnisse zum Forschungsprojekt "Umweltverträglichkeit von Kunststoffund Kunststoffrasenbelägen auf Sportfreianlagen" vor. Kunststoff und Kunststoffrasenbeläge sind heute im Spitzensport in einigen Disziplinen wie Leichtathletik oder Hockey vorgeschrieben. In anderen Sportarten wie beispielsweise Fußball sind diese Belagsarten stark nachgefragt. Ziel des Forschungsprojektes war es, geeignete, möglichst realitätsnahe Prüfverfahren zu erarbeten, die eine Bewertung des potentiellen Schadstofftransports in das Grundwasser zulassen. Von den Gutachtern als Forschungsnehmerin ausgewählt wurde eine Kooperationsgemeinschaft unter Leitung der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM). Somit erhielt erstmalig eine Forschungsinstitution des Bundes den Zuschlag für ein BISp-Forschungsprojekt. Andreas Pohlmann war Mitglied der Arbeitsgruppe "Sport und Wirtschaft" sowie der Expertengruppe "Sportstatistik" der EU-Kommission. Sein Beitrag beschreibt den Aufbauprozess des sogenannten Sportsatellitenkontos (SSK) für Deutschland als Annex zur Volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung (VGR). Das SSK wurde erstmals bereits in 2000 (seinerzeit für das Berichtsjahr 1998) vom BISp vorgestellt. Auf dem Weg hin zum "neuen" SSK gab es mehrere "Meilensteine" im Rahmen des Forschungskomplexes "Sport als Wirtschaftsfaktor", der wiederum mehrere Einzelprojekte umfasst. Ihre Eindrücke von den Paralympics 2012 schildern uns Andrea Eskau und Dr. Karl Quade in einem von Sabine Stell und Dr. Robin Streppelhoff geführten Interview. Die Diplom-Psychologin Andrea Eskau ist Fachgebietsleiterin für den Behindertensport im BISp und kann mittlerweile auf eine lange und äußerst erfolgreiche Athletinnenkarriere sowohl im Sommer- als auch im Wintersport zurückblicken. Sie gibt interessante Einblicke als Teilnehmerin an den Straßenwettbewerben im Handbike. Dr. Karl Quade, Fachbereichsleiter für Forschung und Entwicklung sowie ständiger Vertreter des Direktors im BISp, wird bei den kommenden Winterparalympics in Sotschi zum zehnten Mal als Chef de Mission das deutsche Team betreuen. Im Mai 2013 fand in Berlin die 5. Weltsportministerkonferenz (MINEPS) mit 606 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus 128 Mitgliedsstaaten statt. Die Ergebnisse der Konferenz wurden in der "Berliner Erklärung" festgehalten. Was es mit dieser Erklärung auf sich hat und wie das BISp beteiligt war, schildert Sabine Stell. Die Rubrik Wissenstransfer gibt Ihnen einen Überblick über die mannigfaltigen Transferaktivitäten des BISp im Berichtszeitraum; seien es Veranstaltungen, die disziplin- oder themenzentriert in Eigenregie durchgeführt wurden, oder solche, bei denen das BISp als Unterstützer finanziell oder beratend, tätig war. Genannt seien hier beispielsweise die Bundestrainerkonferenz, die sich mit den Ergebnissen der Olympiaanalyse für London 2012 befasste oder die Symposien zum Thema "Nachhaltige Planung und Zukunftsorientierung im Sportstättenbau". BISp-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter traten als Referentinnen und Referenten auf oder gaben auf Messen und Veranstaltungen an unseren Informationsständen Auskunft. Veröffentlichungen wie Forschungsberichte in Buchform oder Broschüren wie Orientierungshilfen gehören ebenso zum Portfolio. BISp-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren in Gremien der Sportpolitik, wie beispielsweise dem Sportausschuss des Deutschen Bundestages oder der Sportministerkonferenz (SMK) vertreten. Nicht zuletzt leisten die BISp-Datenbanken als effiziente Informationsdienstleistung einen wichtigen Beitrag zur Verbreitung sportwissenschaftlicher Forschungserkenntnisse. Ruth Lütkehermölle und Thorsten Ziebarth zeigen auf, wie die sportwissenschaftliche Fachinformation des BISp Wissen kompetent und zielgruppenorientiert vermittelt. In den Personalnotizen informiert Klaus Klein über neue Kolleginnen und Kollegen, die für das BISp gewonnen werden konnten sowie über solche, die das BISp verließen. Nach über 30 Jahren Zugehörigkeit zum BISp trat Wolfgang Hartmann seinen wohlverdienten Ruhestand an. Die Kolleginnen und Kollegen im Bundesinstitut für Sportwissenschaft wünschen ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute. Höchste mediale Aufmerksamkeit hat das Forschungsprojekt "Doping in Deutschland von 1950 bis heute aus historischsoziologischer Sicht im Kontext ethischer Legitimation" erzeugt. Auf unserer neu gestalteten Homepage (www.bisp.de) finden Sie hierzu neben dem Forschungsbericht eine umfassende Stellungnahme des BISp sowie eine Videoaufzeichnung der Ausführungen des BISp-Direktors Jürgen Fischer vom 06. November 2012 anlässlich der Ergebnispräsentation im Bundespressezentrum in Berlin. Aufgrund dieser ausführlichen Informationen wurde auf eine weitere Thematisierung im vorliegenden BISp-Report verzichtet. Auch nach Projektabschluss beschäftigt sich das BISp selbstverständlich mit der weiteren Nutzung der Studieninhalte. Auf Basis der vorliegenden Ergebnisse und unter Berücksichtigung der aktuellen vielfältigen Diskussionen und Aktivitäten hinsichtlich der Dopingthematik führt das BISp derzeit eine Analyse durch. Prioritär sind die Sichtung des weiteren Forschungsbedarfs und der Umgang mit bestehenden bzw. empfohlenen Präventionsmaßnahmen. (Vorwort J. Fischer)
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Herausgeber: Bundesinstitut für Sportwissenschaft
Veröffentlicht: Köln Sportverlag Strauß 2013
Schriftenreihe: BiSp-Report
Seiten: 85
Dokumentenarten: elektronische Publikation
Sprache: Deutsch
Level: mittel