Optimales Training: leistungsphysiologische Trainingslehre unter besonderer Berücksichtigung des Kinder- und Jugendtrainings

In der 16., durchgesehenen Auflage hat Jürgen Weineck an der bewährten Präsentationsform seines Standardwerks festgehalten, diese aber sehr sinnvoll, gezielt und bewusst mit einer verstärkten Praxisorientierung ergänzt. Damit gelingt ihm noch besser die Umsetzung des aktuellen Wissensstands der Sportwissenschaft, der Sportmedizin und weiterer Disziplinen in die sich kontinuierlich entwickelnde und ausdifferenzierende Sportpraxis. Im heutigen Leistungssport wie auch im Kinder-, Jugend- und Gesundheitssport besteht die Notwendigkeit, einzelne Trainingsmethoden und -inhalte nicht nur formal zu kennen, sondern ihre differenzierte Wertigkeit aufgrund einer interdisziplinären Betrachtungsweise zu erfassen und dementsprechend zur Anwendung zu bringen. Es ist das Anliegen dieses Buches, unter dem Aspekt der sportmedizinischen und leistungsphysiologischen Begründbarkeit die verschiedenen Trainingsmethoden transparent und ihren Einsatz somit verständlich zu machen. Insbesondere sollen neben den Gesetzmäßigkeiten einer allgemeinen Trainingslehre spezielle Probleme der Belastbarkeit und Trainierbarkeit im Kinder- und Jugendtraining erörtert werden. Dieses Buch, das sich vor allem dem Training der motorischen Hauptbeanspruchungsformen und einigen ausgewählten Faktoren der sportlichen Leistungsfähigkeit widmet, gibt sowohl dem Spitzentrainer und -sportler als auch dem Sportlehrer eine Fülle von Hinweisen, die eine Optimierung des sportlichen Trainings ermöglicht. Anliegen ist es, anhand konkreter Beispiele methodischer und inhaltlicher Art, eine unmittelbare Umsetzung trainingswissenschaftlicher Erkenntnisse in die Trainings- und Übungspraxis zu ermöglichen. Dieser Zielstellung folgt auch die inhaltliche Gliederung des Buches, das sich in die allgemeinen Grundlagen der Trainingslehre bzw. Trainingswissenschaft, das Training der motorischen Hauptbeanspruchungsformen, das Training der sportlichen Technik und Taktik, das psychologische Training zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit, ausgewählte Faktoren zur Beeinflussung der sportlichen Leistungsfähigkeit sowie das Gesundheitstraining als Prävention bzw. Rehabilitation von Herz/Kreislauf- und Bewegungsmangelkrankheiten gliedert. Eine Vielzahl von für die Sportpraxis enorm wichtigen Fragen wird hier einer wissenschaftlichen Analyse und Beschreibung unterzogen. Dazu zählen beispielsweise Prinzipien der Belastungsgestaltung, Zyklisierung oder Spezialisierung, die Gestaltung des Prozesses des langfristigen Leistungsaufbaus, Organisationsformen von Ausdauer-, Kraft- oder Schnelligkeitstraining, methodische Grundsätze des Technik- und Taktiktrainings, die effektive Gestaltung des Verhältnisses von Belastung und Wiederherstellung, Fragen des Übertrainings oder einer sportgerechten Ernährung, um nur einige ausgewählte zu erwähnen. Die jetzt vorliegenden mehr als 1.200 Seiten sind voll gepackt mit aktuellem Wissen, das didaktisch gut aufbereitet ist. Zweifelsohne ist es ein anspruchsvoller Lesestoff, der sich aber bewusst an die Leser wendet, die in ihrem beruflichen Alltag aktuelle, wissenschaftlich gesicherte Informationen benötigen, um zum Beispiel Sportlerinnen und Sportler zu begleiten, die sich im Grenzbereich der menschlichen Leistungsfähigkeit bewegen (wie es für den Hochleistungssport typisch ist) oder sich auf dem Weg dorthin befinden (wie zum Beispiel alle Trainer im Nachwuchsleistungssport). In gleicher Weise sind derart gesicherte Informationen aber auch bedeutsam für alle im Gesundheitssport Tätigen und natürlich auch für Sportlehrer, wenn die sportlichen Herausforderungen der modernen Gesellschaft nachhaltig beherrscht werden sollen. Die praktischen Hinweise, die methodischen Handlungsempfehlungen oder die vorgestellten Kontrollmöglichkeiten und Tests sind sehr wichtig und hilfreich, müssen aber auf einer umfassenden, tief greifenden wie auch Detailwissen umfassenden Wissensgrundlage ruhen: nur so entsteht ein Verständnis davon, warum wichtige Prozesse im Training einem bestimmten Muster folgen sollten, worin der Wert z. B. des Aufwärmens für die Leistung besteht und wie komplex die Einflussfaktoren insgesamt sind, die auf die Entwicklung der sportlichen Leistung wirken und wie man diese gezielt beeinflussen kann. Hier bietet Jürgen Weineck ein "optimales Training" für Trainer, Sportärzte oder Sportlehrer. Inhalt Teil I Allgemeine Grundlagen der Trainingslehre bzw. Trainingswissenschaft 1 Trainingslehre/Trainingswissenschaft - Begriffsbestimmung 2 Training und Trainierbarkeit - Trainer/Coach 3 Sportliche Leistungsfähigkeit - Leistungsbestimmende Persönlichkeitsmerkmale von Sportler und Trainer 4 Entwicklung der sportlichen Leistungsfähigkeit 5 Prinzipien des sportlichen Trainings 6 Planung, Organisation und Auswertung des Trainingsprozesses 7 Trainingssteuerung und Leistungsdiagnostik 8 Der langfristige Trainingsprozess 9 Training und Periodisierung 10 Die Bedeutung von Wettkampf und Wettkampfplanung für die Entwicklung des Trainingszustands 11 Das Trainingslager zur Optimierung der sportlichen Leistungsfähigkeit bzw. zur Wettkampfvorbereitung 12 Allgemeine leistungsphysiologische und sportbiologische Grundlagen zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit durch Training 13 Sportbiologische Grundlagen zum Kinder- und Jugendtraining 14 Talentsuche und Talentförderung im Kindes- und Jugendalter Teil II Das Training der motorischen Hauptbeanspruchungsformen 15 Ausdauertraining 16 Krafttraining 17 Schnelligkeitstraining 18 Beweglichkeitstraining 19 Training der Koordinativen Fähigkeiten Teil III Das Training der sportlichen Technik und Taktik 20 Training der sportlichen Technik 21 Training der sportlichen Taktik Teil IV Psychologisches Training zur Verbesserung der sportlichen Leistungsfähigkeit 22 Psychologische Methoden zur Verbesserung der Wiederherstellung und Steigerung der physischen Leistungsfähigkeit 23 Psychologische Methoden zur Verbesserung des technischen Lernprozesses 24 Psychologische Methoden zur Behebung psychischer Störfaktoren, welche die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflussen Teil V Faktoren, welche die sportliche Leistungsfähigkeit beeinflussen 25 Bedeutung des Auf- und Abwärmens im Sport 26 Bedeutung der Erholung und Wiederherstellung nach sportlicher Belastung für die Optimierung des Trainingsprozesses 27 Übertraining 28 Ernährung des Sportlers Teil VI Gesundheitstraining als Prävention bzw. Rehabilitation von Herz-/Kreislauf- und Bewegungsmangelkrankheiten 29 Ausdauertraining im Sinne eines Gesundheitstrainings 30 Krafttraining im Sinne eines Gesundheitstrainings 31 Schnelligkeitstraining im Sinne eines Gesundheitstrainings 32 Beweglichkeitstraining im Sinne eines Gesundheitstrainings 33 Koordinatives Training im Sinne eines Gesundheitstrainings
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Subjects: training science performance capacity training load organization theory definition training planning long-term performance build-up training control performance diagnostics competition sport physiology child youth endurance strength aptitude selection talent speed flexibility coordinative ability technique tactics psychology sport psychology warming-up recovery nutrition health
Notations: training science junior sports social sciences biological and medical sciences technical and natural sciences
Published: Balingen Spitta 2010
Edition: Balingen: Spitta, 16., durchgesehene Aufl., 2010.- 1098 S.
Pages: 1098
Document types: book
Language: German
Level: advanced